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09/21/2020 05:22:37

Moskau

09/21/2020 04:22:37

LUDWIGSBURG

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Wachstum der russischen Industrie — Die dynamischsten Branchen

 

Der Russische Föderale Statistikdienst hat vor kurzem die Statistik über die russische Industrieproduktion im ersten Quartal veröffentlicht. Laut diesen Angaben ist die Produktion im April um 2,3% gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen.

Am Anfang des Jahres war noch die negative Tendenz zu bemerken, aber schon im April wurde sie umgekehrt, nachdem die Wachstumsrate um 0,8% die von März überstiegen hat. Die Wirtschaftsexperten betrachten dieses Wachstum jedenfalls als positives Zeichen, besonders nach solch einem enttäuschenden Anfang des Jahres. Nach dem 2,3% Wachstum im Januar (gegenüber dem Vorjahr) sanken die Produktionszahlen um 2,7% im Februar, doch das kann auch teilweise mit 2-Tage-kürzeren Kalendermonat erklärt werden.

Im Prinzip hatte die Industrie im Zeitraum von Januar bis April ein bescheidenes Wachstum von 0,7% zu verzeichnen. Doch auch diese Zahlen waren über den pessimistischen Erwartungen der Wirtschaftsexperten, und sie sind ein mögliches Zeichen für positive Wachstumsraten in der übrigen Wirtschaft.

Worauf sich alle Experten einigen ist die Tatsache, dass zu hohe Abhängigkeit von der Extraktion und Vertrieb von Rohstoffen der russischen Wirtschaft und Industrie schadet.  Um Russland von den Marktbedingungen weniger abhängig zu machen, sollte die Zentralbank die Kreditkosten für Unternehmen verringern, so die Experten.                                     

Russlands BIP stabilisiert sich allmählich, zum Beispiel, 2016 ist es um 0,3 Prozent gewachsen, nach einem Rückgang um 3,8 Prozent im Jahr zuvor. Für 2017 erwarten die Zentralbank und das Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung sogar 1,5-2 Prozent Wachstum.

Die stärkste Triebkraft wirtschaftlicher Entwicklung 2016 in Russland war vor allem die Militärindustrie und die verwandten Branchen. Auch die elektronische Industrie verzeichnete 2016 ein dynamisches Wachstum von 32 Prozent, wobei die Produktion von spezialisierten Chemieprodukten um 22,5 Prozent wuchs. Gegenüber dem Vorjahr stieg Schiffbau um 16%, Raumfahrtindustrie um 7,5% und die Flugzeugindustrie um 6%.

Auch die Pharmaindustrie verzeichnete ein gesundes Wachstum, sowie die Landwirtschaft, gerade die Branchen, wo die Produzenten  den negativen Effekt der Sanktionen mit der Importsubstitution ausgeglichen haben.

 

Artikel: Roswitha Backes, E3M Business Consulting GmbH

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