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09/21/2020 04:56:59

Moskau

09/21/2020 03:56:59

LUDWIGSBURG

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Massive Investitionen in die russische Energieindustrie

Die Modernisierung der Energieerzeugung ist in Russland ein zentrales Thema. Für die kommenden Jahre erwarten Experten eine Erhöhung des Energiebedarfs um jährlich 1 Prozent. Bis 2035 sollen etwa ein Sechstel der vorhandenen Kapazitäten erneuert werden. Im Fokus stehen vor allem die Wärmekraftwerke. Präsident Wladimir Putin genehmigte deshalb im November 2017 ein neues Programm zur Modernisierung von Kraftwerken.

 

Für das Programm stehen 3,5 Billionen Rubel (umgerechnet 50 Milliarden Euro) zur Verfügung. Im Vordergrund des Programms stehen Gas- und Dampf-Kombikraftwerke sowie Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung. Für den Ausbau, die Modernisierung und Digitalisierung des Stromnetzes sind weitere 50 Milliarden Euro Investitionen nötig. Daneben installieren die Energiekonzerne in entlegenen Regionen dezentrale Versorgungssysteme. Die russische Regierung fördert den Bau von Solar- und Windparks, um die Stromerzeugung zu diversifizieren. Bis 2035 sollen die Kapazitäten von grüner Energie auf 20 Gigawatt steigen. Ein von Rosnano und dem finnischen Energieversorger Fortum gegründeter Fonds zur Entwicklung der Windenergie will 1 Milliarde Euro für den Bau neuer Anlagen einwerben.

 

Die Ausrüstung für Kraftwerke und Stromnetze soll primär von russischen Lieferanten kommen, so will es das Industrieministerium. Dadurch wollen die Beamten nicht nur die Energieversorgung Russlands sicherstellen, sondern auch den lokalen Maschinenbau stärken.

 

Einige ausländische Hersteller von Energietechnik, wie die Siemens AG, die Maschinenfabrik Reinhausen bei Regensburg, und der Schweizer Konzern ABB haben daher bereits eigene Produktionen in Russland eröffnet.

 
Artikel: Roswitha Backes, E3M Business Consulting GmbH

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