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09/19/2020 15:49:39

Moskau

09/19/2020 14:49:39

LUDWIGSBURG

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Pharmaindustrie in Russland: mehr Investitionen, strengere Importsubstitution

 

Russland ist für Arzneimittelhersteller ein gutes Pflaster. Ausländische Firmen importieren Medikamente und Wirkstoffe. Einheimische Unternehmen produzieren Tabletten und stellen Generika her. Im Rahmen der Importsubstitution zwingt Russland die ausländischen Hersteller zur Lokalisierung. Neue Arzneimittelwerke sind in Planung und im Bau. Dadurch ergeben sich Absatzchancen für Hersteller von Produktionsanlagen sowie von Analyse- und Labortechnik.

Im 1. Halbjahr 2017 haben Pharmaunternehmen in Russland 11,2 Prozent mehr Arzneimittel hergestellt als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Bereits 2016 produzierten sie wertmäßig um 15,5 Prozent mehr Medikamente als im Vorjahr.

Insgesamt wurden 4,3 Millionen Packungen pharmazeutische Präparate im Wert von 1,3 Billionen Rubel (gegen 17,5 Milliarden Euro) hergestellt.

Deutsche Pharmaunternehmen wie Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Berlin-Chemie (Menarini) oder Stada produzieren in Russland.  

Russland setzt auf Lokalisierung

Die Einfuhren von Arzneimitteln nach Russland stiegen im Jahr 2016 um 8,7 Prozent auf rund 6,7 Milliarden Euro. Die Importquote liegt hier teilweise bei 90 Prozent.

Doch im Rahmen der Strategie zur Entwicklung des Pharmamarktes bis 2020 möchte die russische Regierung unabhängiger von Importen werden.

Die russische Regierung versucht ausländische Pharmakonzerne zur Lokalisierung ihrer Produktion zu motivieren.

Direktinvestitionen mit Technologie- und Wissenstransfer werden mit dem Zugang zum staatlichen Beschaffungswesen belohnt.

Seit dem 1. Januar 2017 gelten Arzneimittel, die auf dem Gebiet der EAWU nur abgepackt wurden (Blistern), nicht mehr als auf dem Gemeinschaftsgebiet hergestellt.

Bei öffentlichen Beschaffungen werden sie nicht mehr berücksichtigt, wenn mindestens zwei Lieferanten aus EAWU-Mitgliedsländern ein Angebot abgeben.

 
Artikel: Roswitha Backes, E3M Business Consulting GmbH

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