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11/23/2020 21:59:23

Moskau

11/23/2020 19:59:23

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Russische Chemieunternehmen investieren kräftig in neue Anlagen

 

Die Chemieindustrie bleibt 2017 eine solide Stütze für die russische Wirtschaft. Das Ministerium für Industrie und Handel prognostiziert für das laufende Jahr ein Branchenwachstum von 4%. Bereits im Vorjahr steigerte die chemische Industrie ihre Produktion um 5,3% - weit über dem Durchschnittswert für die gesamte Industrie von 1,3%. Es werden zahlreiche Neubau- und Erweiterungsprojekte durchgeführt oder geplant. Für den deutschen Chemieanlagenbau sind das gute Vorzeichen.

In Russland ansässige Chemieunternehmen profitieren aktuell in doppelter Hinsicht: einerseits von der leicht anziehenden Binnenkonjunktur und anderseits vom billigen Rubel, der ihnen ermöglicht günstige Exportpreise anzubieten. Die Chemieimporte haben sich dagegen verteuert. Infolge dessen verloren ausländische Anbieter in Russland Marktanteile an die inländische Konkurrenz - zwar erst zaghaft, aber dennoch richtungsweisend.

Modernisierungen und Kapazitätsausweitungen ließen und lassen nicht lange auf sich warten. Zumal nur wenige Roh- und Ausgangsmaterialien für eine Chemieproduktion importiert werden müssen. Eine negative Ausnahme bilden Zwischenprodukte, etwa Wirkstoffe für die Pharmaindustrie oder Pigmente zur Erzeugung von Farben und Lacke, für die eine hohe Einfuhrabhängigkeit fortbesteht.

Ausländische Investitionen in die russische Chemieindustrie dürften mittelfristig ansteigen. Der schwache Rubel, ein umfangreicher Binnenmarkt und das ausreichende Angebot an Rohstoffen und Energieträgern sind nicht die einzigen Beweggründe dafür. Auch die russische Politik der Importsubstitution ist ein gewichtiger Faktor. Diese Politik bewirkt, dass im Inland erzeugte Produkte bei staatlichen Ausschreibungen bevorzugt werden. Zudem rollt öffentliche Verwaltung auf allen Ebenen rollt Investoren sprichwörtlich den roten Teppich aus.

 

Artikel: Roswitha Backes, E3M Business Consulting GmbH

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